Mandala des Unbewussten

Die Symbolon Therapie

Die Symbolon-Therapie ist eine Art hybrides Wesen. Sie nimmt aus zwei Welten das, was sich für ihre Arbeit während der letzten zwanzig Jahre als besonders Herausstehend gezeigt hat:

  • Nämlich einmal die seelische Arbeit in TRANCE mit Hilfe der inneren Personen (ein Feld, aus dem sich bereits 1990 die Symbolon-Karten gespeist haben).
  • Und zum anderen die familientherapeutische Aufstellungsarbeit, die wir ebenfalls seit zwanzig Jahren von Bert Hellinger (als spiritus rector) mit großem Erfolg einsetzen konnten.

Ebenfalls zwei Stränge - Meister und Schüler - binden wir zusammen als jene die Seele am meisten respektierende Methode und machen jetzt in einem dritten Schritt, der Symbolon-Therapeuten-Ausbildung, andere Menschen mit diesem Werkzeugkasten und dieser Dynamik vertraut. Seit acht Jahren jetzt beziehen wir auch noch andere seelischen Gestaltungen, die die Familie (von innen) zu beeinflussen vermögen, in die Arbeit ein. Jene Gestalten aus der Tiefe, die von Carl Gustav Jung mit dem Namen das “kollektive Unbewusste” bedacht worden sind und die er – einzeln in Feld geführt – als “Archetypen” bezeichnete.

Unsere Ausbildungskandidaten erhalten also so zusätzliche nicht nur Kenntnis, sondern auch praktische Handlungsfertigkeit innerhalb des Feldes der “archè” der Seele. (Dieses griechische Wort bedeutet so viel wie “Bodensatz”.)

Ganz am Anfang der Ausbildung steht ein CODEX (eine sehr umfangreiche Verhaltensrichtlinie), der (die) beschreibt, was die Aufgabe eines Therapeuten ist und vor allem: was nicht seine Aufgabe ist. Es hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass viele Therapeuten noch nicht zur Kenntnis genommen haben, was die moralischen und ethischen Richtlinien ihrer Profession sind. Es ist eben – gerade in dieser Arbeit – nicht alles erlaubt!

Als zweites wird anhand der Horoskope (der Teilnehmer) eine kurzgefasste Einführung in das Anwendungsgebiet der seelischen Symbolik gegeben, so dass jeder Teilnehmer weiß, auf welche Weise das Horoskop als Diagnostikum eingesetzt werden kann.

Das Haupthema der Diagnose jedoch besteht in einer gründlichen Anamnese, deren Technik mit Hilfe eines speziellen Fragesystems eingeübt wird. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass allein die ausführliche Anamnese eine ganze Reihe von Therapiesitzungen erspart. Insofern sind wir es der Redlichkeit unsere Arbeit (und dem Geldbeutel des Klienten) schuldig, bereits ganz am Anfang so ausführlich wie möglich zu sein. Eine gelungene Anamnese ist – buchstäblich – die halbe Arbeit.

Im Anschluß an dieses Thema werden wir ein erstes Mal praktisch: Und den Anfang der Praxis bildet das Thema “TRANCE”. Jede Arbeit im Inneren erfordert, dass die Seele sehr genau und sehr aufmerksam bei der Sache ist: Insofern müssen wir die Außenwelt so weit als möglich ausblenden, um das Innere aufnahmebereit zu machen. Eine “Trance” ist die beste Art, das zu tun. Wir üben sehr intensiv die verschiedenen Formen der Trance-Induktionen und wenden gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit dem wichtigsten Hilfsmittel der Trance zu: Nämlich unserem “Atem”. Die Vorarbeit, die der Ausbildungskandidat hier erbringen kann, besteht darin, dass er die auf den CDs zum Buch “Die Kraft, die aus der Herkunft stammt” gesprochenen Trance-Induktionen sehr genau anhört und deren Texte (sind im Buch abgedruckt) zu Hause (mit Musik im Hintergrund) selbst einige Male sprechend übt! Dasselbe kann er mit den “Atem”-Kassetten zum Buch “Seele” durchführen. Jeder Teilnehmer übt in der Gruppe diese beiden Formen der Abkehr von der Welt des Tages und damit die Hinwendung zur Welt der Seele bei sich und den Anderen.

Nach diesen ersten praktischen Arbeiten gehen wir zum entscheidenden Teil der Ausbildung über: Jeder Teilnehmer erhält einen “Patienten” und einen “Therapeuten”Und er wird selbst zu einem “Patienten” und zu einem “Therapeuten”. Diese Verteilung bleibt während der gesamten Ausbildung bestehen, so dass jeder als “Therapeut” einen Zyklus von mehreren Sitzungen “gibt” – und als “Patient” einen ebensolchen Zyklus (von seinem Therapeuten) “erhält”. Hier liegt jetzt die eigentliche Arbeit der Ausbildung. Diese “Sitzungen” der Teilnehmer untereinander werden von uns begleitet und an Ort und Stelle supervidiert. Außerdem stellen die “Therapeuten” selbst ihren “Fall” in den Nachbesprechungs-Sitzungen vor und geben Auskunft über ihre eigenen Befindlichkeiten während der Sitzungen. Das stattfindende Spiel von “Übertragung” und “Gegenübertragung” wird genau analysiert und kenntlich gemacht. Dabei geht es sowohl um jede einzelne Sitzung, deren mannigfaltige Projektionen immer wieder neu besprochen werden müssen als auch um den “Prozess”, der sich von Sitzung zu Sitzung entfaltet und den eigentlichen Motor der Therapie ausmacht.

Die Dynamik, die Dialektik und die lösenden Segmente dieser Arbeit werden jeweils aufs Neue in die Gruppe zurückgegeben und machen den eigentlichen Lernerfolg aus. Diese Prozesse können nicht theoretisch vorweggenommen oder im luftleeren Raum verstanden werden, sondern ergeben sich nur aus dem praktischen Miteinander von “Therapeut” und “Patient” und dem zwischen ihnen sich aufbauenden “wissenden Feld”.

Der Ausbildungszyklus besteht aus 9 Wochenenden und findet an den folgenden Tagen statt:

  • jeweils Freitags von 10.00 bis etwa 19.00 Uhr
  • jeweils Samstags von 10.00 bis etwa 21.30 Uhr
  • jeweils Sonntags von 09.00 bis etwa 17.00 Uhr

Es sind also 25 Stunden pro Wochenende, d. h. 9 Wochenenden = 225 Std. Davon sind ca. 90 Stunden Praxis (Einzelsitzungen, Aufstellungen, Supervision etc.), sowie ca. 135 Stunden Theorie und Supervision der Protokolle.

Jeden Samstag werden wir abends einen zum jeweiligen Thema passenden Spielfilm anschauen und ihn am Sonntag auf seinen seelischen Gehalt hin befragen.

 

Ausbildungsinhalt:

• Die Ordnungen der Liebe
• Wer gehört dazu?
• Die Rangfolge
• Geben und Nehmen und der Ausgleich

• Die Früheren und die Späteren
• Liebe – Verstrickung – Lösung
• Die verschiedenen Arten der Gefühle
• Übertragung und Gegenübertragung

• Die unterbrochene Hinbewegung
• Persönliches und überpersönliches (Sippen-)Gewissen
• Schuld und Sühne
• Die Übernahme

• Die Opfer und die Täter
• Die phänomenologische Haltung
• Die Bewegungen der Seele
• Paarbeziehungen

• Das Partnerschaftsvermögen
• Abtreibungen
• Sexueller Missbrauch
• Trennungen und ihre Aufarbeitung

• Adoptionen
• Krankheit
• Traumata
• Kriegsereignisse

• Vergewaltigung
• Vaterland und Muttersprache
• Körperliche Missbildungen
• Zustimmung zu Schicksal,Tod und lebensbedrohenden Erkrankungen

• Bewegungen des Geistes
• Die Archetypen und ihre Arbeit in der Seele